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Malta's Geschichte

Malta hat eine reiche Vergangenheit die 7000 Jahre zurückreicht. Das Spezielle daran ist die Tatsache, dass so viel von diesem Erbe noch sichtbar ist; in Form von prähistorischen Tempeln, mittelalterlichen Städten, barocken Kirchen und viel Anderes mehr. In einigen der alten Städte, wie Mdina und Valletta, fühlt man sich Jahrhunderte zurückversetzt. Ihre Gebäude und Befestigungsanlagen haben sich seit der Erbauung nicht viel verändert, werden aber heute immer noch genutzt. Deshalb ist der Besuch dieser Stätten ein erfreuliches Erlebnis.

Die Ggantija Tempel auf Gozo sind vermutlich die ältesten von Menschenhand geschaffenen Bauwerke der Welt. Daneben sind auf Malta weitere sechs megalithische Tempel errichtet worden, die alle zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das Hypogäum, eine erstaunliche unterirdische Totenstadt, ist ein weiteres Weltkulturerbe das auf der Insel besichtigt werden kann. Die Hauptstadt Valletta ist ebenfalls im Verzeichnis der UNESCO aufgenommen.

Die ersten bekannten Menschen die sich in Malta niederliessen waren die Phönizier, die diese Küste auf ihren Handelsfahrten im 9. Jahrhundert v. Chr. erreichten. Sie wurden von den Karthagern abgelöst, die den Weg für die Römer freigaben. Diese herrschten über die ganze Insel während 7 Jahrhunderten bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. Araber aus Nordafrika besetzten die Inseln vom 9. bis ins 13. Jahrhundert. Ihr Einfluss ist offensichtlich und unter Anderem in vielen Ortsnamen wie Mdina und Rabat, Zebbug und Mgarr zu entdecken. Viele Wörter in der Maltesischen Sprache sind den Arabischen ähnlich: dar (Haus), bir (Quelle).

Die Normannischen Herrscher hinterliessen ihre markante Architektur in Mdina und anderen Orten. Im Jahre 1530 gab Kaiser Karl V. die Inseln als Darlehen an den Orden der Ritter des Hl. Johannes von Jerusalem. Diese herrschten bis 1798 und hinterliessen auf den Inseln unauslöschliche Eindrücke in Form von prächtiger Barockarchitektur, insbesondere in Valletta.

Nach der Niederlage der Ritter durch Französische Truppen, wurde Malta von Napoleon für zwei Jahre regiert, aber die Franzosen wurden bald von den Engländern vertrieben. Diese waren die letzten ausländischen Herrscher bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1964. Dies ist nur eine Betrachtungsweise der Maltesischen Geschichte. Zwei weitere wichtige Beispiele für die kulturelle Entwicklung sind Religion und Wirtschaft.

Religion

Malta wurde im Jahre 60 n. Chr. zum Christentum bekehrt. Dieses Ereignis ist in der Bibel in den Apostelgeschichten festgehalten. Der in Frage stehende Apostel war natürlich Paulus, der hier in diesem Jahr Schiffbruch erlitt. Er befand sich als Gefangener der Römer auf dem Weg nach Rom. Er verbrachte drei Monate auf der Insel und wurde von der Bevölkerung sehr freundlich aufgenommen. Die Freundlichkeit der Menschen hat sich bis heute nicht verändert! Das Christentum, als römisch-katholischer Glaube, war sehr wichtig für das soziale Gefüge der Malteser, vor allem während den vielen Wirren in ihrer Geschichte, wie sie oben beschrieben wurde.

Es gibt 365 römisch-katholische Kirchen sowie eine Schottische Methodisten Kirche, eine Bibel Baptisten-Kirche, eine Synagoge, eine Moschee und eine Griechisch-Orthodoxe Kirche. Besucher sind immer durch die einzigartige Architektur vieler Kirchen beeindruckt. Zwei prachtvolle Kathedralen befinden sich in Valletta und Mdina. Die Dorfkirchen erhalten ein komplett neues Gesicht während der Zeit der jährlichen Feste, die als „Festa's” bekannt sind. Eine Woche dauern sie, finden meistens im Sommer statt und sind der Höhepunkt jeder Pfarrei. Die Strassen sind mit Statuen, Fahnen und Bannern geschmückt und an Marktständen werden Maltesische Spezialitäten wie Pastizzi und Nougat verkauft. In einer feierlichen Prozession wird die Statue des Schutzpatrons der Pfarrei auf den Schultern durch die Straßen getragen. Die Feierlichkeiten werden mit einem beeindruckenden Feuerwerk abgerundet, das den sommerlichen Himmel beleuchtet.

Wirtschaft

Für die Malteser waren im Laufe der Jahrhunderte die Landwirtschaft und der Fischfang die wichtigsten Einnahmequellen. Im letzten Jahrhundert fanden viele Maltesische Männer in der Britischen Marine Arbeit. Als Malta im Jahre 1974 den Status einer Republik erhielt und gleichzeitig der Britische Stützpunkt aufgelöst wurde, war die Wirtschaft in schlechter Verfassung. In dieser Zeit hat sich der Tourismus entwickelt. Von den bescheidenen Anfängen, bringt dieser Wirtschaftszweig heute jährlich mehr als 1,2Millionen Touristen aus der ganzen Welt nach Malta. Die meisten Besucher kommen aus Grossbritannien, gefolgt von Deutschen, Italienern, Franzosen und Holländern. Tourismus macht etwa 40% der Wirtschaftstätigkeit aus.

In den letzten 20 Jahren wurde eine blühende Exportindustrie aufgebaut. Zunächst wurden vor allem Kleider hergestellt, wie zum Beispiel Marken Jeans . Der größte Exporteur ist heute aber ein Hersteller von elektronischem Zubehör. Ebenfalls werden viele verschiedene elektronische und medizinische Geräte hergestellt so wie auch Medikamente, Werkzeuge und Brillen. Viele Banken haben administrative Niederlassungen auf Malta, sowie unzählige e-Gaming- und Finanzdienstleistungsinstitute. Malta trat am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei und verfügt über ein Kommissar und sechs Mitglieder im Europäischen Parlament. Anfang 2008 wurde der Euro eingeführt.

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